Beim Lions-Abend am 1. September hielt Annelie Speckmaier einen Vortrag zum Thema „Vegetarisch, Vegan & Co.“, bei dem sie die verschiedenen Ernährungsstile und ihre ökologischen und gesundheitlichen Auswirkungen beleuchtete. Sie erklärte, dass die Entscheidung für eine bestimmte Ernährungsweise nicht mehr nur eine Geschmacksfrage ist, sondern auch Aspekte wie Tierwohl, Umweltschutz und Klima umfasst.
Fleischproduktion ist weltweit stark gestiegen und hat ökologische Auswirkungen wie hohen Wasserverbrauch und die Abholzung von Urwäldern. Speckmaier wies darauf hin, dass 74 % der Nutztiere in Massentierhaltung leben.
Während eine pflanzliche Ernährung gesundheitliche Vorteile bietet, wie ein geringeres Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und bestimmte Krebsarten, birgt sie auch das Risiko eines Mangels an Nährstoffen wie Vitamin B12, Eisen und Proteinen.
Frau Speckmaier empfahl, den weltweiten Fleischkonsum zu reduzieren, der in Deutschland bei etwa 2.000 g pro Woche liegt, obwohl die Weltgesundheitsorganisation 300 bis 600 g pro Woche empfiehlt. Ihr Ansatz war nicht missionarisch, sondern sie schlug eine Umkehr der Denkweise vor: Fleisch als Beilage zu betrachten, anstatt als Hauptgericht. Sie betonte auch die Bedeutung von Qualität und regionalen Produkten. Präsident Klaus Bös bedankte sich mit einem kleinen Präsent für den bemerkenswerten Vortrag und die damit verbundenen Impulse.
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